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5. Juni 2008

Das Jahr ist so schnell vergangen! Kürzlich konnte ich einen Großteil meiner Abschlussarbeit beenden und habe im Augenblick wieder etwas Luft, einige neue Songs fertigzustellen und hoffe, neue Konzerte geben zu können.

Das Aufnahmestudio befindet sich endlich im Umbau. Es verwendet eine Reihe von kostenlosen Software-Audio-Applikationen auf einer Linux Plattform. Vor mir liegt ein gewaltiges Lernpensum, aber es wird bestimmt Spaß machen! Ich hoffe, bis Ende August, ein paar neue Melodien einstellen zu können.

In den letzten Jahren verfolgte ich eine Menge Diskussionen über DRM Zugriffsbeschränkungen (Digital Rights Management), über Musikkopierschutz, das Digital Millenium Copyright Act (Gesetz für Copyright Inhaber) und die RIAA und andere Verbände der Musikindustrie, im Kampf, ihre „geistigen Eigentumsrechte“ zu schützen und zwar durch die Kontrolle des Peer-to-Peer Musik-Sharings und anderen Formen digitalen Datenaustauschs, einschließlich Bücher. Noch verbreiteter und bedenklicher sind diese Themen in der Softwarewelt, wo Programme wie Windows Vista angeblich dafür geschrieben wurden, um das Medien Copyright zu schützen. In Wahrheit aber verschafft es Microsoft die Kontrolle, was man mit seinem Computer machen kann und was nicht. Obwohl ich sehr dafür bin, dass Musiker und andere Künstler für ihre Arbeit finanziell entlohnt werden sollten, hat das gegenwärtige Fiasko der Mittel und Methoden wie der Datenaustausch kontrolliert wird, wenig zu tun mit Künstlerentgelt, eher vielmehr mit der Ausweitung der Macht dieser Branchen. Die Methoden der RIAA, wie Datentauscher vorgeladen werden sind oftmals absurd. Windows Vista ist einfach eine schlechte Software und die Möglichkeit, freien Zugang zu den Daten zu haben und diese auszutauschen ist für die Existenz einer kundigen und freien Wählerschaft schlicht bedenklich. Ich bin mir nicht sicher, wie man am besten einen freien Austausch fördern und gleichzeitig Künstler für ihre harte Arbeit bezahlen kann, aber sicherlich nicht auf diese Art und Weise. Ich konnte das ganze Dilemma umgehen, indem ich meine Musik kostenlos angeboten habe, aber dies führte zu finanziellen Konsequenzen, die nicht von jedem Musiker begrüßt werden. Es wird noch sehr interessant, wie sich die Dinge in den kommenden Jahren entwickeln werden, sowohl in rechtlicher als auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht.

Joseph Cambell gab seinen Lesern den Leitsatz „Follow your Bliss“, folge deiner Glückseligkeit mit auf den Weg. Calvin erzählte seinem Tiger Hobbes: „Ich muss dem unergründlichen Aufruf meiner Seele folgen“. Der römische Dichter Horace (und Robin Williams) empfahl seiner Zuhörerschaft, den Tag zu nutzen (Carpe Diem) und Tennyson segelte eine betagte Ulysses erneut aus Ithaca mit den Worten „...mein Ziel wird sein zu segeln ferner als das Abendrot...zu streben, suchen, sehn – und nie zu ruhn.“ All dies ist ein Umweg, um mich selbst zu ermutigen, der Geschichte und den Mythen zu vertrauen, auch wenn der Praktizismus des Alltags vielleicht das Gegenteil zeigt. Vor kurzem habe ich meine Arbeit bei Alaska Department of Fish and Game gekündigt, um mich mehr auf meine Rolle als Vater zu konzentrieren und meine Promotion abzulegen. Auch wenn mir dadurch mehr Zeit bleibt, bedeutet dies auch, von Forschungsfördermitteln und Studentenkrediten zu leben. Aufgrund der aktuellen Treibstoffpreisen und den damit verbundenen erhöhten Flugpreisen, scheint im Augenblick nicht der günstigste Zeitpunkt für eine Europareise zu sein. Aber das Leben ist grundsätzlich interessanter, wenn ein paar Risiken eingebaut sind und Irland schwebt mir schon eine Weile vor. Deshalb werde ich voraussichtlich für Ende 2009 oder Anfang 2010 einige Konzerte in Irland, Wales und wo immer in Groß Britannien buchen. Wenn Ihr zufällig dort drüben wohnt und ein Konzert von mir sehen möchtet, schreibt mir eine Email und ich werde sehen, was sich machen lässt.

Vielleicht sollte ich mir auch selbst einen Stoff-Tiger zulegen.


2 Juni 2007

Mein derzeitiges Projekt ist, ein Aufnahmestudio im Haus zu realisieren! Ich habe ein paar neue Stücke zum Aufnehmen und zum Veröffentlichen auf der Webseite, allerdings ist der Tonmeister hier vor Ort gewöhnlich den ganzen Sommer über verreist. Es ist frustrierend, so langsam voranzukommen, besonders, da ich im Moment nicht viele Auftritte habe, daher würde es mir sehr helfen, alles zu Hause machen zu können. Es wird auf jeden Fall eine neue Erfahrung sein! Bis dahin werde ich langsam aber sicher die Downloads-Seite erweitern.